Dezember 2016, Gewölbekeller im Kunstgässchen Koblenz

Wie schon im vergangenen Jahr waren Uwe Wagner und ich auch 2016 an zwei Adventssamstagen zu Gast in der zauberhaften kleinen Einkaufspassage am Koblenzer Münzplatz.

 

Teil 1 startete am 3. Dezember, dem zweiten Adventssamstag. 

Tom vom Kleinen Basar hatte (wie ich es inzwischen nicht anders von ihm erwarte) den urigen Gewölbekeller aufs Prächtigste hergerichtet. Kerzenlicht, Decken, Glühwein, Tee und selbst gemachten Schokocrossies konnte kaum jemand widerstehen und so tummelten sich schnell eine Menge Besucherinnen und Besucher im Keller.

 

Wie schön, dass meine Geschichten "Wolfsaugen" und "Der grüne Stein", unterlegt mit Live-Musik vom Hang und gedacht als kleine Auszeiten vom Vorweihnachtstrubel eine soooo große Resonanz fanden!

 

 

... auf zur zweiten Runde am vierten Adventssamstag:

Inzwischen fühlen Uwe und ich uns im historischen Gewölbekeller unterm Koblenzer Kunstgässchen fast wie zuhause :).

Wieder wagten sich Menschen die steile Stiege herunter, kehrten dem Weihnachtstrubel den Rücken zu und ließen sich für kurze Zeit von Wort & Klang in die Vergangenheit entführen.

 

Es ergaben sich nette Begegnungen und Gespräche und von einer soll hier berichtet werden:

Ich sah, dass eine Dame etwas zögerlich die Treppe herunter stieg (wie so viele, die nicht wissen, was sie dort unten erwartet...). Ihr Blick fiel zunächst auf meinen Büchertisch, direkt am Eingang des Kellers. Zielstrebig ging sie darauf zu, griff nach dem ausgestellten Exemplar von "Meermädchen und Sternensegler" und begann darin zu blättern. Etwas ungläubig wirkte sie dabei.

Ich sprach sie an.

"Ich habe schon von diesem Buch gehört", sagte sie und als sie erfuhr, dass die Autorin in persona vor ihr stand, schaute sie noch ungläubiger und erzählte mir, dass sie so gern zur Premierenlesung nach Montabaur gekommen wäre, es aber zeitlich nicht einrichten konnte. Den Flyer, auf dem die Neuerscheinung damals angekündigt worden war und der an diversen Stellen zum Mitnehmen auslag, habe sie bis heute zuhause im Regal stehen.

Dass das Meermädchen an diesem Tag im Kunstgässchen-Keller auf sie warten würde, konnte sie natürlich nicht wissen, als sie sich vormittags auf den Weg zum Weihnachts-Shopping nach Koblenz gemacht hatte. Aber Meermädchen sind wundersame Wesen mit magischen Fähigkeiten - wie sonst ist es zu erklären, dass MEIN Meermädchen seine künftigen Besitzer bis in die tiefsten Kellergewölbe lockt...?

 

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An dieser Stelle ein herzliches DANKESCHÖN an alle, die auch in diesem Jahr offen für die kleinen Auszeiten im Kunstgässchen waren und uns ihre Ohren und Herzen geschenkt haben - und natürlich an den sympathischen Tom Wamberg vom Kleinen Basar für die Einladung, die tolle Organisation und die nie versiegenden Tee- und Glühweinquellen.

 

Einmal mehr war es mir eine Freude, hier lesen zu dürfen!

Dezember 2016, Historischer Weihnachtsmarkt Hachenburg

Gewisper aus dem Märchenbaum... Diesen geheimnisvoll-vieldeutigen 

 Titel hatten sich die Veranstalter vom Förderverein Familienzentrum "Miteinander" für ihr dreitägiges Märchenfestival einfallen lassen, das im Rahmenprogramm des Hachenburger Weihnachtsmarktes stattfand. 

Kaum vorstellbar, dass der dafür angemietete Raum in der Friedrichstraße, direkt oberhalb vom Alten Markt, normalerweise als Konferenzraum dient! Bunte Tücher an der Decke, Kerzenlicht, ein meerblauer Ohrensessel in der Ecke, gedimmtes Licht und ein echter Märchenbaum erleichterten es, über die Schwelle der Wirklichkeit zu treten und zwischen den Welten zu wandern, wie Tanja Corbach es am Samstagabend so treffend formulierte.

 

Nach den nachmittäglichen Märchenerzählstunden für Kinder waren jeweils abends um 19 Uhr die Erwachsenen angesprochen:  

"Märchenhaft einfach? Einfach. Märchenhaft."

 

Am Freitagabend durfte ich in besagtem Ohrensessel Platz nehmen und mein Märchenbuch aufschlagen, wie immer begleitet von Uwe Wagner und seinen wundervollen Hangklängen.

Die kleine Märchengemeinde lauschte versunken und blendete für eine Stunde das Weihnachtsmarktgetriebe vor den großen Fenstern aus. Selbst der Posaunenchor Alpenrod, der zeitgleich auf der Marktbühne sein Bestes gab, konnte unserer Reise in das Land zwischen Traum und Wirklichkeit nichts anhaben.  

 

November 2016,                                                                             Adventsbasar Seniorenzentrum "Am Uhrturm", Dierdorf

Dezember 2015, Gewölbekeller im Kunstgässchen Koblenz

 

Das Kunstgässchen ist ein echtes Kleinod in der Koblenzer Altstadt - die Uhren ticken langsamer ticken und man schaltet wie von selbst einen Gang herunter. Die Atmosphäre des historischen Gebäudes übt nicht nur in der Vorweihnachtszeit einen besonderen Zauber auf seine Besucher und Kunden aus.

 

Meine Lesungen an drei Samstagen im Advent: kleine Auszeiten vom Vorweihnachtstrubel -  und der Auftakt am 28. November:  ein wundervoller Erfolg.

 

 

 

Altes Mauerwerk, vier schnuckelige Läden, ein romantischer Innenhof und eine Treppe, die in den historischen Gewölbekeller führt - perfekter Schauplatz für märchenhafte Wintergeschichten.

 


Der Keller, normalerweise für Besucher und Kundschaft nicht zugänglich, öffnet im Advent seine Pforten und lädt zu kleinen Auszeiten ein.
Der Keller, normalerweise für Besucher und Kundschaft nicht zugänglich, öffnet im Advent seine Pforten und lädt zu kleinen Auszeiten ein.

Superschöne Atmosphäre bei beiden Lesungen, nette Begegnungen zwischendurch, neue Kontakte, Lesen, Lachen, Lauschen, warme Decken, nicht versiegender Nepal-Tee, vom Glühweinduft geschwängerte Luft und traumhafter Hangklang, der die Besucher anlockte wie das Licht die Motten.

 

 

Weil's so nett bei den Kunstgässchen-Leuten war, halten wir Wort und kommen wieder :)

 

Nächster Lesungssamstag:

5. Dezember

12:00 Uhr - 14:00 Uhr - 16:00 Uhr

Zweite vorweihnachtliche Lesung im Kunstgässchen,         5. Dezember 2015

 

"In den alten Zeiten, wo das Wünschen noch geholfen hat... "

 

So lautet der Anfang des Grimm'schen Märchens vom Froschkönig, an den ich mich an diesem zweiten Lesungs-Samstag erinnert habe.

Ich wünschte mir, an die Begeisterung, die Freude und den Erfolg der vergangenen Woche anzuknüpfen. Und - was soll ich sagen? Das Wünschen hat geholfen :)

Der Keller entpuppt sich allmählich als echter Geheimtipp für die Besucher des Weihnachtsmarktes auf dem Münzplatz.. Alle drei Lesungen waren gut besucht und ich konnte nicht anders, als beim Vorlesen ganz unbemerkt ein bisschen dahin zu schmelzen, umgeben von vielen Lauscherinnen und Lauschern, die auf Bänken und Treppenstufen saßen mit ihren dampfenden Glühweinbechern in den Händen, mucksmäuschenstill Worten und Klängen zuhörten und dabei aussahen, als würden sie die Zeit vergessen.
Solche Momente wiegen die vielen einsamen Stunden am Schreibtisch komplett auf... ICH DANKE ALLEN, die die kleinen Auszeiten im Kunstgässchen mit mir geteilt haben und freue mich auf den dritten Lesungssamstag am 19. Dezember.

 

 

Dritte vorweihnachtliche Lesung im Kunstgässchen,          19. Dezember 2015

Der letzte Samstag vor Weihnachten - und die Stadt platzte, wie nicht anders zu erwarten, aus allen Nähten. Als Uwe und ich vormittags gegen halb elf im Kunstgässchen eintrafen, ließ noch nichts auf den Besucherstrom der nächsten Stunden schließen. Aber der Vorweihnachtstrubel, der sich "draußen" in der Koblenzer Fußgängerzone und auf den Märkten abspielt, machte auf wundersame Weise beim Eintreten in die kleine Passage am Münzplatz Halt.

 

Es liegt nicht nur am Geist der Vergangenheit, der durch das historische Gemäuer zieht oder an der liebevollen Dekoration, sondern zu einem großen Teil an den supernetten Ladeninhabern - allen voran  Tom vom Kleinen Basar, der sich mit Glühweinnachschub, leckerem Napal-Tee, Süßigkeiten und immer guter Laune unaufhörlich um das Wohl der Besucher (und der Künstler) kümmerte.

 

Dreimal entrückten Uwe und ich unsere Zuhörerinnen und Zuhörer in eine andere Welt und wegen der Nachfrage gaben wir spontan eine Zusatzlesung um 18 Uhr. Unser Publikum war wie immer wundervoll - und es gab sogar einige Wiederholungstäter, die noch einmal kamen, um uns ein zweites Mal zu hören :)

 

 

 

Und jetzt… Häkchen dran und Erinnerungen konservieren:

 

✰ Viele nette Begegnungen
✰ Kerzenlicht
✰ Glühwein
✰ Schwarzer Tee aus Nepal
✰ Das Märchen vom Tanz auf dem Eislaub
✰ Die Geschichte von der buckligen Els
✰ Wolfsaugen aus dem Mirakelbuch
✰ Hangklang
✰ Bücher signieren
✰ Der englischsprachige Herr, der fragte, ob ich die Geschichte auch auf Englisch lesen könne 
✰ Die drei, die keinen Platz mehr auf den Bänken fanden und deshalb eine halbe Stunde mit den kalten Treppenstufen Vorlieb nahmen
✰ Apfelpfannkuchen vom Weihnachtsmarkt am Münzplatz
✰ Zimtwaffeln von Denise aus der Schmuckstück Manufaktur
✰ Klangschalenmassage im Gong-Lädchen
und viele kleine glitzernde Augenblicke...

 

Ein großes DANKE an Ben Mezoudj und Tom Wamberg für die tolle Organisation - und natürlich allen, die sich in die Tiefen des Gewölbekellers wagten, um uns zu lauschen – es war mir eine riesengroße Freude, für Euch und Sie zu lesen.

 

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